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Wie kam es zur Bildungskampagne
Die KSJ ist seid jeher der katholische Jugendverband, der sich die Bildungspolitik auf die Kappe geschrieben hat. Wir wollen Schule als Schülerinnen und Schüler aktiv mitgestalten und mit Leben füllen. Dies drückt sich nicht nur örtlich aus, indem wir unsere Gruppenstunden, Cafés und vielfältige Aktionen an Schulen anbieten, sondern auch in unseren Inhalten.
Zentral ist hierbei unsere Plattform. Seit 1972 ist sie das Grundsatzprogramm der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ). Darin stellen wir uns als KSJ dar und beschreiben unsere Arbeitsgrundlage und Ziele. Wie du schon im Vorwort der Plattform auf dem ersten Blick erkennen kannst, sehen und definieren wir uns als KSJlerinnen und KSJler gezielt als Schülerinnen und Schüler.
Nun ist es so, dass KSJlerinnen und KJSler in ganz Deutschland vertreten sind. Von Berlin bis nach Passau und von Aachen bis nach Regensburg, an verschiedenen Orten gestalten wir Schule im Alltag mit. Dadurch ist es notwendig, uns auch auf verschiedenen Ebenen mit unseren Bildungsinhalten zu vertreten und zu organisieren. Neben der Stadtgruppenebene, gibt es da noch die Regional-, Diözesanebene und die Bundesebene. Je höher du die einzelnen Ebenen gehst, desto theoretischer und komplexer werden die bildungspolitischen Inhalte. Die Bundesebene hat die wichtige Aufgabe alle KSJlerinnen und KSJler mit ihren Anliegen als Schülerinnen und Schüler deutschlandweit zu vertreten. Hier wird es schon mal schwieriger, da zum Beispiel jedes Bundesland in Deutschland ihre eigene Schulpolitik, ja teilweise auch ihre eigene Schulform hat.
Im Laufe der KSJ-Geschichte wurden daher auf Bundesebene mit euren gewählten Vertreterinnen und Vertretern zahlreiche bildungspolitische Positionen verabschiedet, die die KSJ gegenüber der Politik, anderen Organisationen und auch im Ausland vertreten soll und so als Sprachrohr aller KSJlerinnen und KSJler in Deutschland auftreten kann.
Nun kommt unsere Bildungskampagne "Mit uns die Sinnflut - gegen die Bildungsebbe" ins Spiel. Im Herbst 2006 wurde auf Bundesebene ein Positionspapier zur Bildungsgerechtigkeit in Deutschland lange diskutiert und verabschiedet. In diesem Papier geht es (einfach gesagt) um unser Verständnis von Bildung und einen gerechten und chancengleichen Zugang aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland zur Bildung.
Jedoch haben die Verfasserinnen und Verfasser erkannt, dass diese Position an einigen Stellen sehr komplex und theoretisch ist. Sie haben allerdings den Anspruch gestellt, dass jede KSJlerin und KSJler, egal auf welcher Ebene, über die Inhalte dieses Papiers wissen soll.
Daraufhin wurde die Bildungskampagne "Mit uns die Sinnflut - gegen die Bildungsebbe" ins Leben gerufen. Das Ziel unserer Bildungskampagne ist nun das Thema Bildungsgerechtigkeit in unseren einzelnen Stadtgruppen, Schülercafés und auf Sommerlagern aufleben zu lassen. MitarbeiterInnen auf Diözesan- und Stadtebene sollen anhand von Arbeitshilfen und "Give aways" kreative Ideen und vor allem Methoden an die Hand bekommen, wie sie Bildungsgerechtigkeit in der KSJ zur Sprache bringen können.
Im Zuge der Bildungskampagne verfolgen wir also in erster Hinsicht eine verstärkte Profilbildung nach Innen, ohne dabei die Außenwirkung zu vergessen.
Die Bildungskampagne der KSJ ist über mehrere Jahre angelegt und wird von VerbandlerInnen auf Bundesebene inhaltlich und methodisch gestaltet.
Zum Arbeitskreis gehören Nina Holtermann, Maurice Breuer, Jan-Christoph Horn und Karin Gaida.
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