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Kritischer Konsum

Hier findet ihr etwa alle zwei Monate neue kurze Informationen zum Thema Kritischer Konsum

Billig um jeden Preis?

Der Einkauf der Supermärkte geht uns alle an.    
 Niedrigere Einkaufspreise – schlechtere Arbeitsbedingungen

Billig, billig um jeden Preis?

Wenn Supermarktketten die Lieferanten knallhart im Preis drücken, haben Näher/innen, die in Bangladesch und China Kleidung für Lidl und Aldi herstellen oder Arbeiter/innen in Costa Rica, die Ananas für Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro anbauen, das Nachsehen.


Gilbert Bermudez, Gewerkschaftsvertreter aus Costa Rica schildert:

„Bei Arbeitstagen von bis zu zwölf Stunden erhalten die wenigsten Arbeiter/innen auf den Ananasplantagen den gesetzlichen Mindestlohn. Sie werden unter Druck gesetzt, sich nicht gewerkschaftlich zu organisieren.“

Suma Sarker aus Bangladesch berichtet:

„Die Näherinnen müssen für monatlich 18–24 Euro meist sieben Tage die Woche arbeiten. Wer krank wird und nicht zur Arbeit erscheint, hat keine mehr. Sie werden geschlagen, beschimpft. Es herrscht die blanke Angst, denn trotz dieser Bedingungen will niemand den Job verlieren.“

Auch in Deutschland bekommen Arbeiter/innen in den Supermarktketten die Folgen des Verdrängungs- und Preiswettkampfs zu spüren, Niedriglöhne und Minijobs bedeuten für viele, arm sein trotz Arbeit. Extremer Leistungsdruck und Bespitzelung sind ebenfalls keine Seltenheit. Immer weniger Supermärkte haben immer mehr Marktmacht.

 


Bereits heute teilen sich die fünf führenden Supermarktketten 90 Prozent des Lebensmittelmarktes. Tendenz steigend. Je mächtiger die Supermarktketten sind, desto stärker können sie den Lieferanten und Erzeugern ihre Preise und Konditionen diktieren. Den Preis zahlen Arbeiter/innen, bäuerliche Produzenten und am Ende auch die Verbraucher/innen.


Die Supermarkt-Initiative fordert


die Supermarktketten auf, dafür zu sorgen, dass ihre Produkte unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen produziert und ökologische Mindeststandards eingehalten werden.


die Politik auf, die Marktmacht der Supermarktketten zu beschränken, verbindliche Regeln zur Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards für Unternehmen und ihre Zulieferer aus allen Produktionsländern einzuführen, die Rechte der Verbraucher/innen zu stärken und Herkunft sowie die soziale und ökologische Qualität von Produkten transparent zu machen.


   
 

ES ist ZEIT ZU HANDELN!




Neues im Netz

 
Hiermit möchten wir euch auf die Internetseite des BDKJ-Bundesvorstandes www.bdkj.de/kritischerkonsum hinweisen. Unter dem Titel „Kritischer Konsum. Du hast die Macht!“ wird hier über verschiedene Themen und Kriterien des Kritischen Konsums informiert. Hauptziel ist es jedoch, die vielen guten Aktionen und Materialien der Mitglieds- und Diözesanverbände im BDKJ vorzustellen. Daher freuen wir uns sehr, wenn viele Gruppen und Verbände die Möglichkeit nutzen und ihre Aktionen auf der Seite hochladen! Gefragt ist alles: Faire Jugendbildungsstätten, öffentlichkeitswirksame Aktionen, Gruppenstunden, Fotos, Videoclips etc…  
Unter diesem Banner werdet ihr ab sofort immer auf die BDKJ-Kritischer Konsum Seite finden.




   


Buchempfehlungen

  Klaus Werner/Hans Weiss,
Das neue Schwarzbuch Markenfirmen


 

Klaus Werner und Hans Weiss beschreiben in ihrem Buch detailliert und schonungslos die Fehltritte und Sünden internationaler Großfirmen (Global Players). Auch deutsche Firmen wie Adidas, Bayer oder Siemens kommen nicht ungeschoren davon. Verfolgung von Gewerkschaftern, Verursachung von irreparablen Umweltschäden, unmenschliche Arbeitszeiten und Zahlung von Hungerlöhnen; diese und weitere sind die Vorwürfe an die Unternehmen. Die Autoren sind leider nicht bereit ein „Weissbuch Markenfirmen“ zu schreiben. Wer sich Firmen interessiert, die durch verantwortliches Handeln auffallen, wird vielleicht auf www.utopia.de fündig werden.



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