Bildungstelegramm
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Mit dem Bildungstelegramm wollen wir euch immer kurz und bündig über die aktuellen bildungspolitischen Ereignisse in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern informieren.
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Bundesweiter Schülerstreik
Mehr als 10000 Schülerinnen und Schüler demonstrierten am 12.11.2008 für eine gerechtere Bildung in Deutschland. In 40 Städten ziehen sie mit Plakaten und Bannern am Vormittag durch die Straßen. "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!" ist der Leitspruch der Demonstration. Auf weiteren Plakaten fordern sie die Abwendung vom Turboabitur "Kein Blitz-Abi" oder die Rückname der Kopfnoten "Köpft die Kopfnoten". Sie blockieren die Straßen für kleinere Klassen, mehr Lehrer und hochwertigere Ausstattungen der Schulen. Die Direktoren und Lehrer reagieren unterschiedlich. So wird von einigen Lehrern und Lehrerinnen der Streik toleriert, in dem Fehlstunden nicht eingetragen oder Klassenarbeiten verschoben werden. Doch drohen vielen Schülern und Schülerinnen auch Strafarbeiten und unentschuldigte Fehlstunden. Von den Schul- und Klassensprechern in den Landesvertretungen wurde zu diesem Streik aufgerufen. Weitere Informationen gibt es hier.
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Photo aus www.spiegel-online.de
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| Mecklenburg Vorpommern Es ist soweit! Auch in Mecklenburg Vorpommern werden die Kopfnoten zum Schuljahresende auf den Zeugnisse aller Schüler an allgemeinbildenden Schulen erscheinen. Das Oberlandesgericht wies Klagen zurück, nach denen die Kopfnoten die Chancengleichheit in Bewerbungsverfahren in Gefahr bringen sollen. Die SchülerInnen müssen sich ab diesem Schuljahr nun auch in ihrem Arbeits- und Sozialverhalten bewerten lassen. Die Bewertungen reichen von „vorbildlich“ über „gut“ und „zufriedenstellend“ bis zu „entwicklungsbedürftig“.
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Bayern
Einer Studie des Sozialwissenschaftlers Jochen Groß und des Sozialforschers Thomas Hinz zufolge werden SchülerInnen in Bayern ungerecht nach der Grundschule auf die verschiedenen Schulformen versetzt. Die Grünen sehen sich durch die Studie in ihrer Kritik an der Bildungspolitik der CSU bestätigt. „Das bayerische Schulwesen enthält leistungsfähigen Kindern Chancen vor“, sagte Fraktionschef Sepp Dürr. Unterschiede und Ungerechtigkeiten bestehen neben den Schulformen auch zwischen verschiedenen Schulen einer Schulform.
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Berlin: Zöllner stellt neue Schulstruktur vor
Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner hat Mitte September Eckpunkte für die Erarbeitung eines Vorschlags zur Weiterentwicklung der Schulstruktur vorgelegt. Diese Eckpunkte sehen ab dem Schuljahr 2010/2011 unter anderem vor, die Haupt-, Real-, sowie verbundenen Haupt- und Realschulen zu Integrierten Haupt- und Realschulen (IHR) zusammen zu führen. Der Strukturvorschlag wird ergänzt durch neue pädagogische Elemente, die für mehr individuelle Förderung, innere Differenzierung und Durchlässigkeit sorgen und damit die Qualität des Bildungssystems verbessern sollen.
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| Deutschland: Grundschule: Durchschnittlich 22 Schüler Das Statistische Bundesamt teilt in einer Studie mit, dass im Jahr 2006 die durchschnittliche Klassengröße im Primarbereich (Klassen 1 bis 4) in Deutschland genau wie im OECD-Durchschnitt bei jeweils 22 Schülerinnen und Schüler lag. Im Ländervergleich wies Hamburg mit 25 Schülerinnen und Schülern je Klasse die höchste Klassengröße und Sachsen-Anhalt mit 18 die niedrigste auf.
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| Deutschland: Zu wenig Geld für die Bildung Deutschland investiert zu wenig Geld in die Bildung. Dies geht aus der diesjährigen Studie "Bildung auf einen Blick" hervor, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (OECD) in Berlin vorgestellt hat. Im Jahr 2005 hat Deutschland demnach 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Finanzierung seiner Bildungsinstitutionen ausgegeben, während es im OECD-Schnitt 6,1 Prozent waren. Deutschland liegt damit auf Platz 23. Besonders sparsam zeigt sich Deutschland offensichtlich im Primarbereich. Hier liegen nämlich die Ausgaben unter dem OECD-Schnitt, während sie im Tertiärbereich und - bedingt durch das Duale System - im Sekundarbereich über dem OECD-Schnitt rangieren.
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Deutschland: UNESCO-Welttag der Alphabetisierung
Jedes Jahr am 8. September erinnert die UNESCO daran, dass Millionen Menschen weltweit nicht lesen und schreiben können. Nicht nur Entwicklungsländer sind vom Problem des Analphabetismus betroffen. Auch in Deutschland leben ca. vier Millionen Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können.
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| Bildungsreport in NRW Mit dem Bildungsreport NRW 2008 stellt das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik zum dritten Mal umfangreiche Informationen zur Bildungslandschaft in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Das Themenspektrum reicht von der Kleinkinderbetreuung bis zum Hochschulstudium. Dargestellt werden Daten und Entwicklungen für das Land und zum Teil auch für die kreisfreien Städte und Kreise.
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